HSG Schröttinghausen/Babenhausen – TV Kattenvenne 25:26 (13:12)
So hatte sich Kenta Kamei sein letztes Spiel in Deutschland nicht vorgestellt. Nach schwachen 15 Minuten (zwei Tore bis zum 15:20, 45.), kämpfte sich die HSG zurück. „Da haben wir gut gespielt“, sagte Volker Gottschalk, der in den letzten 19 Sekunden das Unfassbare ansehen musste. Beim Stand von 24:25 wurde Philipp Spiegel auf Kosten einer Zeitstrafe gefoult. Die ohnehin schon in Unterzahl spielenden Gäste kassierten weitere zwei Zeitstrafen. Zwei Kattenvenner sahen sich sechs Hausherren gegenüber und kassierten folgerichtig den Ausgleich. In vierfacher Unterzahl tankten sich die Gäste anschließend zu einem Freiwurf auf Rechtsaußen, neun Meter entfernt vom Tor. Diesen führte Kattenvenne schnell aus. der Wurf landete unten im langen Eck des HSG-Tores. Gottschalk: „Daran werden wir zwei Wochen zu knabbern haben.“ HSG: Haseloff/Schmidt; Spiegel (10), Junker (4), Bomba (3), Bönisch (3/2), Stirken (2), Kamei, Kompa, Menke (je 1), Treiber, Ja. Dietrich, Treiber. Quelle: Neue Westfälische, 13.02.2012
Die HSG musste eine bittere Niederlage im Abstiegskampf einstecken. Hochmotiviert und voller guter Vorsätze spielte das Team eine gute erste Halbzeit. Danach schlichen sich immer mehr Fehler ein und beim 15:20 sah alles nach einer erneuten Niederlage aus. Der Vorletzte steckte aber nicht auf und kam wieder heran. In der letzten Spielminute löste eine Rote Karte gegen Kattenvenne tumultartige Szenen aus - mit der Folge von vier Hinausstellungen gegen die Gäste. Die »Schrötties« nutzten die Überzahl zum Ausgleich, kassierten jedoch im Spiel sechs gegen zwei (!) noch einen Treffer aus 14 Metern (!). »Mir fehlen die Worte. Sowas habe ich noch nicht erlebt«, sagte Volker Gottschalk.
Quelle: Neue Westfälische, 13.02.2012